Bildung für Mädchen in der Entwicklungspolitik

Die Bundesregierung auf dem Prüfstand

Raimund Zühr, Clemens Schwanhold, Sabine Campe | Plan International | 2016

Bildung für Mädchen in der Entwicklungspolitik

1,4 Milliarden Euro hat das Bundesentwicklungsministerium 2014 für Bildung ausgegeben, doch nur 126 Millionen flossen in die Förderung von Grundbildung von Mädchen und Jungen in Entwicklungsländern - Plan International Deutschland zieht eine Bilanz.

Heute gehen 52 Millionen mehr Mädchen zur Schule als noch vor 15 Jahren. Dennoch werden Mädchen in vielen Teilen der Welt daran gehindert, eine Schule zu besuchen. Grund dafür sind oft Armut und soziale Normen wie Kinder-, Früh- und Zwangsheirat. Frühe Schwangerschaften verhindern, dass Mädchen die Schule abschließen können. Geschlechtsspezifische Gewalt an Schulen und auf dem Schulweg sowie inadäquate sanitäre Einrichtungen sind weitere Gründe. Aus Angst vor sexuellen Übergriffen gehen Mädchen ab der Pubertät oft nicht mehr zu Schule, wenn es keine getrennten, abschließbaren Toiletten gibt.

Dieser Bericht untersucht, inwieweit sich die deutsche Bundesregierung für das Recht von Mädchen auf Bildung einsetzt. Zwei Leitfragen stehen im Mittelpunkt:

  1. Tut die Bundesregierung das Richtige?
    Ist das Recht von Mädchen auf Bildung eine strategische Priorität in der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung? Stellt das BMZ durch Abstimmung mit anderen Ministerien und innerhalb des Hauses sicher, dass die Bundesregierung einen einheitlichen Ansatz hat, damit Mädchen ihre Rechte wahrnehmen können?
  2. Tut die Bundesregierung genug?
    Stellt die Bundesregierung eine adäquate Finanzierung für Bildung von Mädchen in Entwicklungsländern bereit? Setzt sich die Bundesregierung international dafür ein, dass alle Mädchen zur Schule gehen können?

Zur Methode: Der Bericht kombiniert die Analyse von Strategiedokumenten und des Projektportfolios des BMZ mit der Auswertung semistrukturierter Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Entwicklungsbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Entwicklungsbank), Zivilgesellschaft und internationalen Partnern, sowie mit Mitgliedern des Bundestags.

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