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30.01.2018

48 Millionen Kinder in Kriegsgebieten brauchen Hilfe

In seinem jährlichen Nothilfeappell bittet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen um rund 3,6 Milliarden US-Dollar, um Kindern die unter Krieg, Naturkatastrophen oder anderen Notsituationen leiden, in 51 Ländern zu helfen.

© UNICEF/UN0152885/Noorani

Die meisten Mittel werden für die Kinder in Syrien und seinen Nachbarländern benötigt (1,3 Milliarden US-Dollar), gefolgt von der Hilfe im Jemen, in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und für die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch.

Auf der ganzen Welt verschärfen gewaltsame Konflikte die Notlagen für Kinder – so unter anderem in der Demokratischen Republik Kongo, Irak, Südsudan, Syrien und Jemen. Die Folge sind neue Gewaltwellen, Vertreibungen und Zerreißproben im Leben der Kinder. (...)

Konfliktparteien zeigen vielfach eine eklatante Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben von Kindern. Kinder werden nicht nur direkt angegriffen. Ihnen wird auch der Zugang zu Krankenhäusern oder Schulen verweigert und die zivile Infrastruktur wird zerstört. Schätzungsweise 84 Prozent des weltweiten Nothilfebedarfs von UNICEF in 2018 (rund drei Milliarden US-Dollar) ist für die Hilfe für Kinder in bewaffneten Konflikten bestimmt.

Heute – so UNICEF – wächst jedes vierte Kind auf der Welt in einem Land auf, das unter bewaffneten Konflikten oder Naturkatastrophen leidet. Für viele der betroffenen Kinder gleicht das Leben einem Albtraum.

Die massive Ausbreitung von Krankheiten durch verschmutztes Wasser ist eine der größten Bedrohungen für Kinder in Krisengebieten. Weil Wasserwerke, Versorgungsleitungen oder andere kritische Infrastruktur zerstört werden oder der Zugang zu Trinkwasser verweigert wird, bleibt vielen Kindern nichts Anderes übrig, als verschmutztes Wasser zu trinken.

Häufig werden Familien auch in Gebiete vertrieben, in denen es keine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen gibt. Für Mädchen und Frauen sind dies zusätzliche Belastungen, da es traditionell zu ihren Aufgaben gehört, für ihre Familien Trinkwasser zu holen – auch in gefährlichen Situationen. (...)

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