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07.12.2018

70 Jahre Menschenrechtserklärung

Die Achtung der Menschenrechte wurde zum Prinzip und Ziel der Vereinten Nationen. Eine Erfolgsgeschichte?

Demonstration von Kindern und Jugendlichen gegen sexuelle Ausbeutung und Gewalt | © tdh

Mit der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948 verpflichteten sich alle UN-Mitgliedstaaten, die Menschenrechte fortan als Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft anzusehen und nicht mehr als ausschließliche eigene Angelegenheit.

Anlässlich des siebzigsten Jahrestages der Menschenrechte ziehen BMZ, Plan Deutschland und terre des hommes jeweils ein unterschiedliche Bilanz.

 

BMZ: Entwicklungsminister Müller: "Menschenrechte müssen täglich erkämpft werden – auch Unternehmen stehen in der Pflicht"

Am Montag vor 70 Jahren haben die Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Jedem Menschen auf dieser Erde – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status – sind damit grundlegende Rechte und Freiheiten zugesichert.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Der Kampf um die Menschenrechte ist auch nach 70 Jahren noch nicht gewonnen. Wir müssen sie jeden Tag aufs Neue erkämpfen: Kinderrechte, Frauenrechte, Arbeitsrechte, überall auf der Welt. Jeder Mensch hat Anspruch auf ein Leben in Würde, Freiheit und Sicherheit. Deswegen können wir es nicht akzeptieren, dass immer noch 150 Millionen Kinder Opfer ausbeuterischer Kinderarbeit sind und nicht zur Schule gehen können, dass 25 Millionen Menschen in Sklaverei gehalten werden, dass jede dritte Frau auf der Welt während ihres Lebens körperliche Gewalt erfährt." Mehr

tdh: Kinderrechtsaktivisten zunehmend unter Druck

Zum 70. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte macht das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes auf Angriffe gegen Kinder und Jugendliche aufmerksam, die sich für ihre Rechte einsetzen. »Wir erleben in immer mehr Projektländern, wie Regierungen gegen Menschenrechtler hetzen und auch vor Kindern nicht haltmachen«, sagte Albert Recknagel, Vorstandsprecher von terre des hommes. Das Muster, so Recknagel, ist stets dasselbe: Zunächst schüchtern Politiker ein und bezeichnen Kinderrechtler als Kriminelle, als Drogendealer, als Banditen. Dieser Verleumdung folgen dann konkrete Drohungen. Die Kinder werden zum Beispiel auf der Straße verfolgt und bedroht.

»Wir sind besorgt über die Entwicklungen in unseren Projektländern Nicaragua, Brasilien, Kolumbien, Myanmar, den Philippinen, Indien und Kambodscha«, so Recknagel. Mehr

Plan: 70 Jahre Menschenrechte: Eine Erfolgsgeschichte ohne Ende

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ So steht es in Artikel eins der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet wurde. In 30 Artikeln werden darin die Rechte definiert, die jedem Menschen vor dem Staat zustehen - unabhängig von Faktoren wie Herkunft, Geschlecht oder Religion. Das ist deutlich komplexer als es scheint, denn die Menschenrechte beinhalten weit mehr als den Schutz jedes Individuums vor staatlicher Willkür. Neben sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechten gehören auch kollektive Rechte wie das Recht auf Bildung, Frieden, Wasser und eine saubere Umwelt zum modernen Menschenrechtskatalog. Mehr

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