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13.04.2018

CoE-Bericht: Kinder auf der Flucht brauchen auch Informationen über ihr neues Umfeld

Ein neuer Bericht der Abteilung Kinderrechte des Europarats stellt heraus, dass Kinder auf der Flucht nicht nur Informationen über ihre Rechte benötigen, sondern auch über Dinge, auf die sie in einer neuen Umgebung treffen werden.

Diese Informationen sollten für Kinder verständlich sein. Am effektivsten wäre dies durch persönliche Gespräche mit ausgebildeten Fachkräften, denen die Kinder vertrauen. Flyer und schriftliche Informationen in klar verständlicher Sprache können als Ergänzung dienen. Informationen sollten auch von Gleichaltrigen zu Gleichaltrigen weitergegeben werden können.

Der Bericht und ein entsprechendes Begleitvideo, das auf den Rückmeldungen von geflüchteten Kindern in Zypern, Frankreich, Deutschland, Griechenland und Ungarn basiert, zeigen die Sicht der Kinder sowie von Nichtregierungsorganisationen und Kinderschutzbehörden. Außerdem werden Empfehlungen für weitere Maßnahmen ausgesprochen.

Die Kinder meldeten zurück, dass sie vor dem Verlassen ihrer Heimat keine Informationen bekommen hätten über die Schwierigkeiten, die sie unterwegs und auch bei der Integration in dem aufnehmenden Land erwarten würden. Unterwegs waren es nur Teilinformationen, die sie von Schmugglern bekommen hätten, aber nicht zu den relevanten Behörden, an die sich wenden müssen, darüber, wem sie vertrauen, wo sie Hilfe finden oder wie sie ihre Rechte in Anspruch nehmen können. Das wäre sehr stressig gewesen und sie hätten sich allein gelassen gefühlt. Jedoch hätten sie auch nicht die ganze Flut an Informationen, die teilweise in dem neuen Land auf sie einströmte, verarbeiten können. Die Kommunikation mit Gleichaltrigen über Soziale Medien hätte geholfen und sollte von Fachkräften unterstützt werden, um sicherzustellen, dass auch die richtigen Informationen weitergegeben werden.


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