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18.03.2019

Fridays for Future erhält namhafte Unterstützung von Scientist4Future

Über 300.000 junge Menschen erhoben allein in Deutschland Ihre Stimme und werden in ihren Forderungen von über 23.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterstützt.

Weltkarte der Länder und Städte | Quelle: https://www.fridaysforfuture.org/events/map

In über 2000 Städten in 125 Ländern weltweit haben weit über eine Millionen junge Menschen am vergangenen Freitag, den 15.03., nach Angaben der Fridays for Future-Bewegung für ein schnelleres Handeln gegen die Klimaerwärmung demonstriert. Alleine in Deutschland gingen in 230 Städten und Orten mehr als 300.000 Schülerinnen, Schüler und Studierende auf die Straße. Das ist vermutlich die größte Demonstration für die Erreichung ehrgeizigerer Klimaziele in der Geschichte – organisiert von jungen Menschen im Kampf für ihre eigene Zukunft.

Unter dem Titel „Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind berechtigt“ haben in einer öffentlich Stellungnahme, bereits am Montag, den 12.03., ca. 12.600 Wissenschaftler aus Deutschland Österreich und der Schweiz den jungen Menschen den Rücken gestärkt.

In der Stellungnahme heißt es u.a. explizit:

„Die jungen Menschen fordern zu Recht, dass sich unsere Gesellschaft ohne weiteres Zögern auf Nachhaltigkeit ausrichtet. Ohne tiefgreifenden und konsequenten Wandel ist ihre Zukunft in Gefahr. Dieser Wandel bedeutet unter anderem: Wir führen mit neuem Mut und mit der notwendigen Geschwindigkeit erneuerbare Energiequellen ein. Wir setzen Energiesparmaßnahmen konsequent um. Und wir verändern unsere Ernährungs-, Mobilitäts- und Konsummuster grundlegend.“

Die Stellungnahme ist auch eine Reaktion auf Äußerungen von Christian Lindner, der die Kompetenz und damit die Seriösität der Fridays for Future-Bewegung anzweifelte. So twitterte der FDP-Vorsitzender  am 10.03.: „Ich finde politisches Engagement von Schülerinnen und Schülern toll. Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis.“

„Wir sind die Profis und sagen: Die junge Generation hat Recht“, entgegnete dem Mit-Initiator der Scientist4Future-Initiative Prof. Dr. Volker Quaschning, von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin auf der gemeinsamen Pressekonferenz von Fridays For Future und Scientist4Future am 12.03., die durchaus sehenswert ist.

Bis Ende der Zeichnungsfrist, am Mittwoch, den 14.03, 23:59 Uhr,  hatten letztendlich über 23.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Stellungnahme unterschrieben. „Die rasante Zustimmung, die das Statement in der Wissenschaft erhalten hat, ist überwältigend und zeigt, wie richtig und wichtig der Protest der Schülerinnen und Schüler ist.“, kommentierte dies Dr. Gregor Hagedorn, Mit-Initiator der Initiative.

Wenn junge Menschen ihre Stimme erheben, um ihr Recht auf eine gesunde Umwelt einzufordern, und Erwachsene in ausreichender Zahl sie dabei unterstützen, kann dies einen neuen gesellschaftlichen Diskurs auslösen, dem sich dann auch die Politik nicht entziehen kann. Letztendlich sind die jungen Demonstranten von heute in kürzester Zeit die Neuwählerinnen und -wähler von morgen.

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Autor: Burkhard Vielhaber  | infokinder-und-jugendrechte.de
Die Inhalte dieses Artikels geben die Meinung des Autors und nicht notwendigerweise die der GIZ oder des BMZ wieder.

Autor
Burkhard Vielhaber | Redaktion Kinder- und Jugendrechte
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