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28.04.2017

Für eine digitale Gleichberechtigung

Allein aufgrund ihres Geschlechts wird vielen Mädchen und jungen Frauen der Zugang zu modernen Kommunikationstechnologien verwehrt. Dabei bieten Internet und Technologie enormes Potential, wenn es darum geht, Mädchen zu stärken.

© Plan International

Der 27. April 2017 ist der internationale Tag für Mädchen in der Informations- und Kommunikationstechnologie („Girls in ICT-Day“). Plan International nutzt diese Gelegenheit, um auf die wichtige Rolle von Internet und Technologie zur Stärkung von Mädchen aufmerksam zu machen.

Weltweit haben mehr Männer Zugang zum Internet als Frauen. In den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt ist diese digitale Kluft besonders groß. Die Möglichkeit, im Netz zu surfen, ist dort für Mädchen ein Drittel geringer als für Jungen. Auch besitzen Mädchen und Frauen seltener technische Geräte. In vielen Fällen liegt dies an traditionellen Rollenverteilungen und Stereotypen: In armen Familien werden Jungen häufig bevorzugt, berufstätige Frauen verdienen meist weniger als Männer. So haben weltweit rund 200 Millionen weniger Mädchen als Jungen ein eigenes Mobiltelefon. Besitzen Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern ein Handy, haben sie den sicheren Umgang oftmals nicht erlernt und sind sich dessen Nutzen nicht bewusst. Auf diese Benachteiligungen hat Plan bereits 2010 hingewiesen.

Durch diese digitale Kluft wird Mädchen und jungen Frauen die gleichberechtigte Teilhabe in den sich immer weiter digitalisierenden Gesellschaften und der globalen Gemeinschaft erschwert. Laut der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) haben heute mehr als 90 Prozent aller Jobs weltweit eine digitale Komponente. Viele Mädchen sind hierfür häufig nicht qualifiziert, und Jobchancen bleiben ihnen verwehrt. Diese Benachteiligung hat damit auch erhebliche Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum und die Entwicklung eines Landes.

Das Internet und digitale Technologien können wertvolle Werkzeuge zur Stärkung von Mädchen darstellen. Sie bieten Bildungsangebote, den Zugang zu Gesundheitsinformationen, ermöglichen einen Austausch und erleichtern neben der wirtschaftlichen auch die soziale und politische Partizipation.

Mit der digitalen Diskriminierung werden generelle geschlechtsspezifische Ungleichheiten weiter verschärft. Von einem gleichwertigen Zugang zu modernen Informations- und Kommunikationstechnologien würden Mädchen und Frauen, aber auch die Volkswirtschaften und die globale Gemeinschaft profitieren. (...)

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