Aktuelles

12.02.2015

Presseschau: Red Hand Day

Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Weltweit werden bis zu 300.000 Kinder von Armeen und bewaffneten Gruppen als Kämpfer oder Arbeitskräfte missbraucht und zu Gräueltaten gezwungen. Kindersoldaten werden durch ihre Erfahrungen stark traumatisiert und leiden unter den seelischen und körperlichen Folgen oft ein Leben lang. Die Situation von Mädchen ist dabei besonders dramatisch, denn sie werden in den Armeen und Rebellengruppen häufig Opfer sexueller Gewalt.

Eine Presseschau zum Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Deutsche Entwicklungspolitik unterstützt ehemalige Kindersoldaten dabei, ihren Weg zurück in ein normales Leben zu finden. Viele dieser jungen Menschen sind im Krieg aufgewachsen und kennen Gewalt als einzigen Weg, Konflikte zu lösen. Die Rückkehr in ihre Familien und in ihre Heimat ist oftmals unmöglich, da sie dort nicht als Opfer, sondern als Täter angesehen werden.
Zur Pressemitteilung des BMZ

Deutschland missachtet nach wie vor die Empfehlungen der Vereinten Nationen, indem es Waffen in Konfliktländer exportiert, in denen Kinder als Soldaten eingesetzt werden. Ferner wirbt und rekrutiert die Bundeswehr weiter Minderjährige. Darauf weist das Deutsche Bündnis Kindersoldaten anlässlich des Red Hand Day hin, des Welttags gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar.
Zur Pressemitteilung der Kindernothilfe und Terre des Homme.

Plan-Aktionsgruppen sowie Schülerinnen und Schüler engagieren sich mit der Aktion "Rote Hand" gegen diese Kinderrechtsverletzung.
Zur Pressemitteilung von Plan Deutschland

Die KfW setzt sich seit langem vor allem in afrikanischen Ländern auch dafür ein, ehemalige Kindersoldaten wieder in die Gesellschaft zu integrieren. In der Demokratischen Republik Kongo unterstützt die Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen "Friedensfonds", der dazu beiträgt, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.
Zur Pressemitteilung der KfW Entwicklungsbank

 „Zurzeit sind so viele Kinder von bewaffneten Konflikten betroffen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr“, erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Zusammen mit der UN-Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten hat UNICEF im März 2014 die Kampagne „Children not Soldiers“ gestartet. Das Ziel: Bis 2016 sollen die sieben Regierungen, deren Truppen bisher noch Minderjährige rekrutieren oder einsetzen in Zusammenarbeit mit den UN diese Praxis beenden. Mit Unterstützung von UNICEF konnten seit 1998 mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche demobilisiert werden – 2014 gab es Erfolge zum Beispiel in Südsudan, Myanmar und der Zentralafrikanischen Republik. Neben medizinischer und psychologischer Hilfe sind Schul- und Ausbildungsprogramme für ehemalige Kindersoldaten besonders wichtig.
Zur Pressemitteilung von UNICEF

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